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Fakten!

Freizeitmesse Passau

Auch ich war bei der diesjährigen Freizeitmesse in Passau mit einem Stand vertreten und gehöre somit zu denen, die wirklich mitreden können, und ich kann sagen: es war eine äußerst lehrreiche Zeit.

Foto: zema-foto.de
Foto: zema-foto.de

Natürlich ging es für Veranstalter und Aussteller in erster Linie darum, Geld zu verdienen – mit direkten Verkäufen oder mit Kontakten, die später zu Geldflüssen in irgendeiner Form führen. Es ging darum, zu zeigen was jeder ist und anbieten kann, um später ins Geschäft zu kommen.

Dafür hatte jeder Aussteller auf seine ganz eigene Weise nach einer Möglichkeit gesucht, sich zu präsentieren und Infomaterial zu verteilen.

Ein Jeder war auf einen großen Ansturm vorbereitet.

Nur mit dem, was dann letztlich kam, hatte niemand gerechnet und entsprechend hilflos standen wir (die Gemeinschaft der sich Zeigenden) in den Hallen und suchten nach Strategien für den Umgang mit dem Nicht-kommen derer, für die dieser ganze „Wahnsinn“ betrieben wurde, mit dem Ausbleiben der Geschäfte. Schließlich erkannten auch die Besucher rasch die Dringlichkeit der Angebote und den Verlust der Leichtigkeit mit der sie üblicherweise gemacht wurden. Man war nicht einer von vielen, die sich in der Anonymität der Masse durch die Hallen bewegen, schauen und probieren konnte, um an Ständen, an denen sich viele drängten selbst zum Käufer zu werden. Jeder einzelne war sichtbar, stand unter der genauen Beobachtung der fast zur Untätigkeit verdammten Verkäufer.

Spätestens jetzt wurde es für alle ungemütlich.

Und so wurde die viertägige Freizeitmesse zu einer skurril anmutenden Veranstaltung.
Die Presse verpasste ihr das Prädikat „lohnt sich nicht – ist nichts los“ und wurde für diese ehrliche Aussage im zweiten Teil natürlich beschimpft.

Den Akteuren freilich blieb nichts anderes übrig, als sich zu fügen, auszuharren und sich gemeinsam zu ärgern.

Jetzt erst wurde analysiert: falscher Zeitpunkt, der Brückentag wird zum Wegfahren genutzt, zu viele Konkurrenzveranstaltungen, zu gutes Wetter … (bis auf das Wetter stand alles im Vorfeld fest!)

Veranstalter, Aussteller und die wenigen Besucher, die rasch ins Boot stiegen und mitredeten, schließlich hatten auch sie ihren Obolus gezahlt, wussten nicht, wie sie sich in einer so unerwarteten Situation verhalten sollten.

Und wenn der Mensch in eine Ausnahmesituation gerät, zeigt er sein wahres Gesicht. Nichts ist ehrlicher als Stress.

Auch für mich ging die Messe mit einem dicken Minus zu Ende, doch als Krimiautorin erkenne ich Chancen wenn sie sich bieten und so konnte ich zumindest studieren, wie meine Mitmenschen agieren und nebenbei, (ich hatte ja genügend Zeit) Ideen für einen möglichen Messekrimi sammeln.

Mein Bestreben, möglichst viele neue Krimileser zu gewinnen, gab ich irgendwann auf, freute mich, wenn jemand nach meinem neuen Magazin griff und versuchte die Zeit so würdevoll wie möglich zu verbringen. Ich lernte interessante Leute kennen, konnte so manchen Kontakt knüpfen und werde diese Tage so schnell nicht vergessen.

Und was meinen Messekrimi angeht: keine Angst, auch wenn ich alle und alles sehr genau studiert habe, werde ich die Fakten mit so viel Fiktion mischen und mischen…, bis sich niemand darin wieder erkennt, es sei denn, er möchte dies tun, aber das überlasse ich jedem einzelnen Leser. Wie immer heißt es auch dann: nichts muss, alles kann.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge grüßt herzlich
Ihre

Dagmar Isabell Schmidbauer

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